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DIE NEUESTEN ENTWICKLUNGEN -Palästinenserhilfswerks +++ Beschuss tötet laut Sanitäter zwei Kinder

ByIndian Admin

Aug 30, 2026
DIE NEUESTEN ENTWICKLUNGEN -Palästinenserhilfswerks +++ Beschuss tötet laut Sanitäter zwei Kinder

Die neuesten Entwicklungen

Lage im Gazastreifen: Israelische Luftwaffe tötet Hamas-Mitglied +++ Netanyahus Sohn kehrt wegen einer Bedrohung aus den USA zurück

Die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas ist brüchig. Bis zu einem nachhaltigen Frieden im Nahen Osten ist es ein weiter Weg. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Aktualisiert


Knesset-Mitglied Zvi Sukkot zerstörte ein palästinensisches Denkmal.

Erik Marmor / Getty Images Europe

Die neuesten Entwicklungen:

  • Die israelische Luftwaffe setzt ihre intensiven Angriffe im Gazastreifen fort. In Deir al-Balah im zentralen Abschnitt des Küstenstreifens sei ein Mitglied des militärischen Flügels der islamistischen Terrororganisation Hamas getötet worden, teilte die Armee am Sonntag (30. 8) mit. Damit sei eine «unmittelbare Bedrohung» beseitigt worden. Der Mann habe Anschläge auf israelische Soldaten und Zivilisten vorbereitet. Die Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen. Das Al-Aksa-Krankenhaus in Deir al-Balah teilte mit, bei einem israelischen Angriff in der Nähe der Klinik seien zwei Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Anwohner bestätigten, bei einem der Getöteten habe es sich um ein Hamas-Mitglied gehandelt. Nach Angaben der israelischen Armee wurden auch am Samstag insgesamt fünf mutmassliche Mitglieder des militärischen Hamas-Flügels bei gezielten Angriffen getötet. Die Hamas selbst äusserte sich nicht zu den Berichten.
  • Israels Inlandsgeheimdienst hat bestätigt, dass ein Sohn des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu wegen einer akuten Bedrohung aus den USA hat zurückkehren müssen (29. 8.). «Tatsächlich bestand eine erhebliche Gefahr für Jair Netanyahu», hiess es in einem Communiqué des Shin Bet. «Aufgrund dieser Bedrohung und nach einer Lageeinschätzung ist entschieden worden, ihn gemeinsam mit seinem Sicherheitsteam dringend nach Israel zurückzubringen.» Der Geheimdienst äusserte sich allerdings nicht zu angeblichen Mordplänen Irans gegen einen seiner Söhne, von denen Benjamin Netanyahu zuletzt gesprochen hatte.
  • Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen Kommandanten des militärischen Flügels der islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen gezielt angegriffen. Der Mann habe sich in einem Medikamentenlager in einem angrenzenden Gebäude des Al-Aksa-Spitals in Deir al-Balah im zentralen Abschnitt des Küstenstreifens versteckt gehalten, hiess es in dem Communiqué des Militärs (29. 8.). Das Spital selbst sei nicht angegriffen worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Laut dem Spital wurden bei einem israelischen Drohnenangriff drei Palästinenser verletzt.
  • Die israelische Armee will an den gezielten Tötungen von Beteiligten am Hamas-Massaker vor knapp drei Jahren in Israel festhalten. «Die Jagd auf die Terroristen vom 7. Oktober wird fortgesetzt», sagte der israelische Militärchef Ejal Zamir am Dienstag (25. 8.) laut Armeeangaben. «Jeder, der bei dem Massaker mitgemacht hat, wird auf der Flucht sein, bis er ausgeschaltet wird.» Der von den USA geführte Gaza-Friedensrat forderte in einem jüngst veröffentlichten Plan eine Einstellung gezielter Angriffe der israelischen Armee auf Palästinenser in dem Küstenstreifen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu lehnt diesen Plan des sogenannten Board of Peace ab.
  • Israel hat laut offiziellen Angaben am Dienstag (25. 8.) mit der Räumung eines Geländes des UN-Palästinenserhilfswerks (UNRWA) in Ost-Jerusalem begonnen. Dieses wurde bisher als Ausbildungszentrum genutzt. «Der Staat Israel wird es einer Organisation, deren Mitarbeiter in Terror und das Massaker vom 7. Oktober verwickelt waren, nicht gestatten, auf seinem Staatsgebiet tätig zu sein, und wird mit allen Mitteln gegen sie vorgehen», sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu laut einer Mitteilung seines Büros. Der rechtsextreme Polizeiminister Itamar Ben-Gvir veröffentlichte ein Foto des Ausbildungszentrums, auf dem eine über dem Gebäude gehisste israelische Flagge zu sehen ist.
  • Bei israelischen Luftangriffen und Schusswechseln sind am Montag (24. 8.) im Gazastreifen zwei Kinder und mindestens zwei weitere Palästinenser ums Leben gekommen. Das teilen Gesundheitsbehörden in dem Gebiet mit. Sanitäter und Angehörige sagten, die 10-jährige Amal Abukhater sei von einer Kugel in den Rücken getroffen worden, während sie im Zelt ihrer Familie in der südlichen Stadt Khan Yunis im Gazastreifen ass. Der Beschuss sei von israelischen Streitkräften im Osten gekommen, fügten sie hinzu. Das israelische Militär erklärte, es habe keine Kenntnis von einem Vorfall, an dem ein Mädchen beteiligt gewesen sei. Ein vierjähriger Junge und ein weiterer Palästinenser wurden bei separaten israelischen Luftangriffen auf ein Haus im Flüchtlingslager Bureij und auf eine Strasse in Khan Yunis getötet, wie Sanitäter mitteilten. Zuvor am Montag hatte ein weiterer israelischer Luftangriff eine Person getötet und eine weitere verletzt, als dieser ein Zelt in Deir al-Balah im zentralen Gazastreifen traf. Das israelische Militär erklärte, der Angriff in Deir al-Balah habe auf einen Hamas-Kämpfer abgezielt, ging jedoch nicht konkret auf Fragen zu den beiden anderen gemeldeten Angriffen ein.
  • Ein ultranationalistischer israelischer Abgeordneter hat in einem palästinensischen Dorf ein Denkmal mit einem Vorschlaghammer zerstört. Videoaufnahmen des Vorfalls in Madama im nördlichen Westjordanland am Dienstag (25. 8.) zeigen, wie das Knesset-Mitglied Zvi Sukkot und weitere Personen dabei von israelischen Soldaten geschützt worden sind. Sukkot gehört der Partei Religiöser Zionismus an, die zu den rechtsextremen Kräften in der Koalition des Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu zählt. Laut palästinensischen Angaben hat es sich um ein Denkmal für «Märtyrer» aus dem Dorf gehandelt. Mit diesem Begriff werden Palästinenser bezeichnet, die im Konflikt mit Israel getötet worden sind – etwa bei israelischen Razzien und Konfrontationen, aber auch bei Anschlägen auf Israeli.
  • Bei zwei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen am Sonntag (23. 8.) kamen laut den palästinensischen Gesundheitsbehörden mindestens zwei Personen ums Leben, darunter ein vierjähriger Junge. Sieben weitere seien verletzt worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Einer der Angriffe traf ein Gebäude in der Stadt Zawayda. Die israelische Armee habe die Eigentümer der Immobilie zuvor aufgefordert, das Gebiet zu verlassen, wie Anwohner berichteten. Dennoch seien Personen von Trümmern und Splittern getroffen worden. Der zweite Luftangriff soll sich im Flüchtlingslager Nuseirat ereignet haben. Das israelische Militär erklärte, es untersuche beide Angriffe. Laut den palästinensischen Gesundheitsbehörden seien seit der vereinbarten Waffenruhe im Oktober 2025 mehr als 1280 Palästinenserinnen und Palästinenser getötet worden. Das israelische Militär teilt mit, in dem Zeitraum seien vier israelische Soldaten getötet worden.
  • Im besetzten Westjordanland sind offenbar zwei minderjährige Palästinenser von der israelischen Armee getötet worden. 
    In Sair bei Hebron ist laut der Deutschen Presse-Agentur ein 17-Jähriger nach Auseinandersetzungen zwischen Siedlern und Palästinensern erschossen worden. Die israelische Armee teilte am Freitag (21. 8.) mit, palästinensische Einwohner hätten Steine nach in das Dorf eingedrungenen Siedlern geworfen, woraufhin eine israelische Sicherheitskraft geschossen habe. Beim zweiten Vorfall ist laut Angaben des palästinensischen Rettungsdienstes Roter Halbmond vom Sonntag (23. 8.) ein 14-jähriger Junge bei einem israelischen Militäreinsatz im Flüchtlingsviertel Askar durch Schüsse tödlich verletzt worden. Bei einer Messerattacke im südlichen Westjordanland sei zudem ein junger Israeli verletzt worden. Videoaufnahmen sollen zeigen, wie ein mutmasslich palästinensischer Angreifer mehrfach von hinten auf ihn einstach. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.
  • Israel hat einer internationalen Stabilisierungstruppe keinen Zugang in den Gazastreifen gewährt. Das teilt Ministerpräsident Benjamin Netanyahu am Donnerstag (20. 8.) mit. Damit widerspricht Netanyahus Büro übereinstimmenden israelischen Medienberichten vom vergangenen Monat, laut denen ein Teil der Stabilisierungstruppe in einem begrenzten Bereich des Küstenstreifens ihre Arbeit aufnehmen könne. «Israel hat klargestellt, dass es keinen Wiederaufbau im Gazastreifen geben wird, bevor die Hamas vollständig entwaffnet ist», teilte Netanyahu laut seinem Büro mit.

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Inhaltsverzeichnis

  • Wie ist die gegenwärtige Lage im Konflikt zwischen Israel und der Hamas?
  • Wie kam es zum Waffenstillstand?
  • Was beinhaltet der 20-Punkte-Plan der USA?
  • Wie aussichtsreich ist der Friedensplan?
  • Wie ist die humanitäre Lage in Gaza?

Wie ist die gegenwärtige Lage im Konflikt zwischen Israel und der Hamas?

Seit Oktober 2025 gilt nach zweijährigem Krieg ein formeller Waffenstillstand in Gaza. Israel und die islamistische Hamas stimmten einem von den USA vorgelegten «Friedensplan» zu. Dessen erste Phase beinhaltete neben dem Ende der Kämpfe die Rückgabe von Geiseln und Gefangenen sowie den teilweisen Rückzug israelischer Truppen aus dem Gazastreifen. Zudem soll der Zugang für humanitäre Hilfe nach Gaza erleichtert werden. Die israelische Armee zog sich seither hinter vereinbarte Linien zurück, und die Hamas übergab bis Ende Januar alle lebenden und toten Geiseln. Israel liess zudem palästinensische Gefangene frei.

Die Lage bleibt aber fragil. Immer wieder kommt es zu Feuergefechten. Israel fliegt weiterhin Luftangriffe als Reaktion auf angebliche Verstösse gegen die Waffenruhe in Gaza. Laut Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde wurden zwischen Beginn des Waffenstillstands und Ende Dezember 2025 mehr als 400 Palästinenser getötet, davon überwiegend Zivilisten. Die Uno-Kinderhilfsorganisation Unicef teilte im Januar mit, seit d

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