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Kimi Antonelli schafft in Monza, was sechzig Jahre keinem Italiener mehr gelungen ist – er gewinnt. Und das nach einer denkwürdigen Aufholjagd.

Byindianadmin

Sep 7, 2026
Kimi Antonelli schafft in Monza, was sechzig Jahre keinem Italiener mehr gelungen ist – er gewinnt. Und das nach einer denkwürdigen Aufholjagd.

Kimi Antonelli schafft in Monza, was sechzig Jahre keinem Italiener mehr gelungen ist – er gewinnt. Und das nach einer denkwürdigen Aufholjagd

Der Italiener triumphiert in seinem Mercedes beim Grossen Preis von Italien – und lässt die Tifosi das Debakel des Nationalrennstalls Ferrari vergessen.

Elmar Brümmer, Monza


Kimi Antonelli sorgt in Monza für einen italienischen Sieg.

Anna Szilagyi / EPA

Jedes Mal, wenn er in die letzte Kurve im Autodromo Nazionale eingebogen sei, seien die Zuschauer auf der ehrwürdigen Tribüne aufgesprungen, erzählte der Sieger Kimi Antonelli nach dem Rennen. Das habe ihm ein kleines Extra an Leistung verliehen.

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Der Rennfahrer aus Bologna im Mercedes konnte die Szenerie nur aus den Augenwinkeln wahrgenommen haben, schliesslich war er in horrendem Tempo unterwegs. Und sonst hätte er erkannt, dass dort kaum jemand ein silbernes Mercedes-Fähnchen schwenkte und auch nur wenige eine blaue Antonelli-Kappe trugen. An einem Wochenende, an dem sich der italienische Motorsport in einem Ausnahmezustand befand, war Rot die alles dominierende Farbe, das Rot von Ferrari.

Der italienische Nationalrennstall, endlich wieder ernstzunehmender Titelkandidat in der Formel 1, war mit grossen Hoffnungen und viel Pathos in das Heimrennen gegangen. Die Tifosi mussten sich für eine Seite entscheiden. Sie konnten entweder traditionell und treu zu Ferrari stehen mit seinen Fahrern aus Grossbritannien und Monaco.

Antonelli erlöst Italien

Oder sie konnten sich hinter den Aufsteiger Kimi Antonelli stellen, den Italiener, der für Mercedes fährt. Das alles machte Italien zu einer gespaltenen Renn-Nation. Doch am Ende fand sie wieder zusammen, weil der Triumph des einen – Antonelli – die sportliche Tragödie der anderen – des Ferrari-Rennstalls – übertünchte. Und sicherstellte, dass am Ende doch Bengalos in den Farben der italienischen Trikolore gezündet werden konnten.

Ein 20-Jähriger verschaffte mit seinem Sieg einem ganzen Land die ersehnte Erlösung. Da die Formel 1 in weiten Teilen des Landes als Religion gilt, ist diese Feststellung nicht einmal blasphemisch. Kimi Antonelli ist der erste Italiener seit sechzig Jahren, der sein Heimrennen gewinnt. Der WM-Spitzenreiter schrieb Geschichte, und das aus der letzten Startreihe heraus – wegen der Strafe für einen Motorenwechsel musste er von Rang 19 ins Rennen starten. So etwas hat es zuvor in der Formel-1-Historie nur einmal gegeben. «Oh, mein Gott, das ist wie ein Traum», stammelte der Pilot über sein Helmmikrofon.

Über 400 000 Zuschauer drängten sich am 13. Re

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