Israels Armee meldet neue Angriffe auf Hizbullah in Libanon
Israels Militär bombardiert laut eigenen Angaben trotz formell geltender Waffenruhe erneut Ziele des von Iran unterstützten Hizbullah in Libanon. Die israelische Armee sagt, sie habe begonnen, Infrastrukturanlagen der Miliz im Süden sowie in der Bekaa-Ebene im Nachbarland ins Visier zu nehmen.
Die Bekaa-Ebene erstreckt sich im Osten des Landes. Das israelische Militär hat dort seit Beginn der Feuerpause nicht mehr angegriffen.
Aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es, dort habe Israels Armee Orte angegriffen, die als Hochburgen des Hizbullah gelten. Demnach gab es heftige Angriffe der israelischen Luftwaffe in mehreren Orten im Süden des Landes. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.
Laut israelischen Medien hatten sich Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu, Verteidigungsminister Israel Katz und weitere hochrangige Sicherheitsvertreter zuvor getroffen, um über Verstösse des Hizbullah gegen die Waffenruhe zu beraten.
Merz sieht keine Exit-Strategie im Iran-Krieg
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) glaubt nicht, dass die USA den Krieg in Iran schnell beenden können. «Weil die Iraner offensichtlich stärker sind als gedacht und die Amerikaner offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie haben», sagte Merz bei einer Diskussion mit Schülern in Marsberg im Sauerland.
«Das Problem bei solchen Konflikten ist immer: Da muss man ja nicht nur rein, da muss man auch wieder raus. Das haben wir ganz schmerzhaft bei Afghanistan gesehen, 20 Jahre lang. Wir haben das im Irak gesehen.»
Die Amerikaner seien in Iran «ganz offensichtlich ohne jede Strategie in diesen Krieg gegangen», sagte Merz.
Friedrich Merz bei einer Diskussion im Carolus-Magnus-Gymnasium in Marsberg.
Reuters / Teresa Kroeger
Iran legt den USA offenbar neuen Vorschlag zur Beendigung des Krieges vor
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Axios hat Iran den USA einen neuen Vorschlag für eine Öffnung der Strasse von Hormuz sowie ein Ende des Krieges vorgelegt. Die Atomverhandlungen will Iran auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Die USA haben sich bislang nicht dazu geäussert.
Iranisches Präsidialamt verteidigt Internetsperre
In Iran rechtfertigt das Präsidialamt nach massiver Kritik die Internetsperren im Land. Die aktuellen Einschränkungen, die das Regime Projekt «Pro Internet» nennt, seien nicht dauerhaft, sondern lediglich eine vorübergehende Massnahme in der aktuellen Kriegssituation, hiess es in einem Beitrag des Präsidialamtes auf X. Nach Ende der Konflikte werde der reguläre Zugang für alle Bürger wiederhergestellt. Der iranische Präsident Masud Pezeshkian lehne eine «eingeschränkte Internetnutzung für die Bevölkerung» strikt ab, heisst es in dem Beitrag.
Seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar ist der Zugang zum Internet in der Islamischen Republik nahezu vollständig gesperrt. Der Zugriff ist seither auf das sogenannte «nationale Internet» beschränkt, in dem ausschliesslich vom Staat genehmigte Webseiten verfügbar sind.
Iranischer Aussenminister Araghchi in Moskau erwartet
Der iranische Aussenminister Abbas Araghchi wird am Montag zu Gesprächen in Moskau erwartet. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte im Gespräch mit den russischen Staatsagenturen, dass sich Präsident Wladimir Putin mit dem iranischen Aussenamtschef treffen wolle. Weitere Details nannte er nicht. Kurz zuvor hatte auch das Aussenministerium in Moskau den bevorstehenden Besuch Araghchis gemeldet.
Moskau und Teheran sind strategische Verbündete, allerdings ist Russland nicht bereit, den Partner im aktuellen Konflikt mit den USA militärisch zu unterstütz
