Showdown um 40-Meter-Türme in Zürich: Stimmberechtigte schränken den Bau von Hochhäusern ein
62,5 Prozent der Stadtzürcher wollen hohe Häuser nur noch an wenigen Orten erlauben.
Aktualisiert
Klarer hätte die Stadtzürcher Stimmbevölkerung ihre Meinung zu hohen Häusern am Sonntag kaum ausdrücken können: Mit 62,5 Prozent Ja-Anteil hat sie die Hochhausrichtlinien des Gemeinderats deutlich angenommen. Die Stimmbeteiligung lag bei 45,8 Prozent. Am höchsten war der Ja-Anteil zur Vorlage des Gemeinderats in den Kreisen 3, 9, 10 und 12 mit jeweils über 65 Prozent. Am tiefsten war er in den Kreisen 7+8 mit 54,5 Prozent Ja.
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Ebenso deutlich fiel die Ablehnung des stadträtlichen Gegenvorschlags aus: 62,5 Prozent sagten Nein, bei einer Stimmbeteiligung von 45,7 Prozent. Damit hat die Vorlage obsiegt, welche den Bau von hohen Häusern deutlich stärker einschränkt.
Interessant ist der Blick auf jene Stadtteile, in welchen der Stadtrat Hochhausgebiete für bis zu 40 Meter hohe Gebäude vorgesehen hatte. Am klarsten wurde der Gegenvorschlag des Stadtrats im Kreis 12 verworfen. Auf fast 70 Prozent der Stimmzettel stand ein Nein. An zweiter Stelle lag der Kreis 9 mit knapp 67 Prozent Nein. Auf Ablehnung stiess die Vorlage aber auch in den gänzlich unbetroffenen Kreisen 7+8 – wenn auch weniger deutlich mit 56 Prozent.
Künftig konzentrieren sich die Gebiete für hohe Häuser entlang der Bahngleise in Zürich-West und Altstetten sowie in Oerlikon und Seebach. Dort sollen Gebäude bis 60 oder 80 Meter erlaubt sein – allerdings nur mit Gestaltungsplan. Das heisst, jedes Projekt, welches ein zwischen 41 und 80 Meter hohes Haus umfasst, bedarf der Zustimmung des Gemeinderats. Ermöglicht ein Hochhaus mehr Fläche, muss diese preisgünstig vermietet werden. Für Gebäude mit bis zu 40 Metern Höhe verbleiben wenige kleine Gebiete, etwa in Schwamendingen oder dem Industriequartier.
Stadtrat spricht von «deutlichem Verdikt»
Der Hochbauvorsteher Tobias Langenegger (SP) sprach von einem «deutlichen Entscheid der Stimmberechtigten, bei der Entwicklung von Hochhäusern einen zurückhaltenden Weg» zu gehen. Diesen Entscheid respektiere der Stadtrat selbstverständlich. «Die Diskussionen der vergangenen Monate haben gezeigt
