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Demi Vollering vollendet im WM-Strassenrennen ihre Auferstehung, Marlen Reusser erhält undankbaren Lohn

ByRomeo Minalane

Sep 28, 2026
Demi Vollering vollendet im WM-Strassenrennen ihre Auferstehung, Marlen Reusser erhält undankbaren Lohn

Demi Vollering vollendet im WM-Strassenrennen ihre Auferstehung, Marlen Reusser erhält undankbaren Lohn

Die 29-jährige Niederländerin Vollering gewinnt nach der Tour de France auch das WM-Rennen, die Zeitfahr-Weltmeisterin Reusser wird nach einer Aufholjagd Vierte.

Aktualisiert


Die Niederländerin Demi Vollering krönt ihr überragendes Jahr mit dem Sieg in einem spektakulären WM-Strassenrennen in Montreal.

Chris Auld / Imago

Noch vor einer Woche erweckte Demi Vollering den Eindruck, als ginge ihr nach einer langen, harten, aber auch erfolgreichen Saison die Kraft aus. Im WM-Zeitfahren in Montreal blieb sie chancenlos, verpasste das Podest als Achte deutlich. Der stärkste weibliche Radprofi der Gegenwart musste zusehen, wie seine Rivalin Marlen Reusser sich das Regenbogentrikot sicherte. Die Schweizerin verteidigte in Kanada ihren Titel. Vollering hingegen gab im Hinblick auf das Strassenrennen Rätsel auf.

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Sieben Tage später, am vergangenen Samstag, waren die Rollen umgekehrt verteilt. Vollering mobilisierte auf dem 180 Kilometer langen Parcours des längsten WM-Strassenrennens der Geschichte die letzten Kräfte und triumphierte in einem spektakulären Wettkampf. Reusser, 35 Jahre alt, wurde wie schon 2023 Vierte. Der Bernerin fehlten lediglich 4 Sekunden zur ersten Medaille in einem WM-Strassenrennen.

Wie erwartet machten die vier stärksten Radfahrerinnen des Jahres den Weltmeisterinnentitel unter sich aus. Nebst Vollering und Reusser prägten die Polin Kasia Niewiadoma-Phinney (Silber) sowie die Italienerin Elisa Longo Borghini (Bronze) wie schon an der Tour de France das Rennen. Das Quartett lieferte sich in Kanada einen spektakulären Kampf. Vollering attackierte 38 Kilometer vor dem Ziel als Erste. Sie habe sich die Strecke und die verschiedenen Szenarien «millionenfach» im Kopf vorgestellt, sagte sie. Sie verlor auf der Flucht jedoch viel Kraft und wurde wieder eingeholt.

Marlen Reusser am Strassenrennen an der WM in Montreal.

Christopher Katsarov / AP

Ihre Attacke führte zwar nicht zur Vorentscheidung, kostete Reusser allerdings eine Medaille oder gar den Titel. Die Schweizerin war zum Zeitpunkt von Vollerings Tempoverschärfung schlecht positioniert und verpflegte sich gerade. «Es ist extrem ärgerlich. Ich habe den entscheidenden Moment verpasst», sagte Reusser. Bei der Verfolgung von Vollering verbrauchte sie danach zu viele Kräfte. «Ich wusste, dass die anderen auch nicht fahren, wenn ich nicht fahre. Es ist ein Teufelskreis.» Sie schaffte den Anschluss an die Spitze nie mehr richtig, obwohl sie Longo Borghini beinahe im Schlusssprint noch stellte.

Sogar ein Jahr Pause stand bei Vollering im Raum

Vollering hingegen sicherte sich in Kanada erstmals in ihrer Karriere das Regenbogentrikot, nachdem sie 2023 und 2025 WM-Zweite geworden war. Dank der Parforceleistung in Montreal verwandelte die 29-jährige Niederländerin

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