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DIE NEUESTEN ENTWICKLUNGEN

ByIndian Admin

May 2, 2026
DIE NEUESTEN ENTWICKLUNGEN

Die neuesten Entwicklungen

Der Schiffsverband mit Buckelwal Timmy ist am Freitag am Skagerrak angekommen, der Meerenge zwischen Dänemark und Norwegen. Seit Ende März hatte das Tier in einer Bucht vor der Insel Poel festgesessen.

Aktualisiert


Die neuesten Entwicklungen

  • Der Schiffskonvoi mit dem Buckelwal fährt auf Kurs im Skagerrak genannten Teil der Nordsee. Der Schlepper, die sogenannte Barge mit dem Wal sowie das Begleitschiff fuhren am Freitagabend (1. 5.) nördlich der nördlichsten Spitze Dänemarks zunächst in Richtung Norwegen. Die Freisetzung des Wals soll an einem öffentlich nicht bekannten Ort in der Nordsee erfolgen. Der Konvoi hatte am Freitagmorgen unmittelbar am Übergang zwischen Ost- und Nordsee wegen des hohen Wellengangs den Kurs ändern müssen und war zurück Richtung Süden gefahren. Am Nachmittag konnte der Kurs Richtung Norden wieder aufgenommen werden.
  • Am frühen Nachmittag des Freitags (1. 5.) sah es zunächst so aus, als würde der Wal bereits am nördlichen Ende der Ostsee auf Höhe der dänischen Ortschaft Skagen freigelassen werden. Das hintere Ende der Transportbarge wurde geöffnet, der Wal bewegte sich aber nicht hinaus. Nach mehreren Schleifen ist die «Fortuna B» nun wieder mit höherer Geschwindigkeit in Richtung Norden und damit in den zur Nordsee gehörenden Skagerrak unterwegs. Über mögliche Zielgebiete, an denen der Wal ausgesetzt werden könnte, gibt es derzeit widersprüchliche Aussagen. Unklar ist auch, wie weit sich der Verband mit der nicht hochseetauglichen Barge überhaupt in die raueren Gewässer von Nordsee oder Atlantik vorwagen kann.
  • Der Transport des lange an der Küste gestrandeten Buckelwals hat die offene Ostsee erreicht. Wie ein Sprecher am späten Dienstagabend (28. 4.) erklärte, habe ein Schiff der Wasserschutzpolizei Wismar das Gespann aus einem Schlepper und einer Barge samt Wal nördlich der Insel Poel bis zur offenen See begleitet. Die Polizei habe dann wegen starken Windes abgedreht. Der Transport fahre nun weiter in Richtung der Insel Fehmarn.
  • Der Buckelwal ist wie von den Rettern erhofft in den Transportkahn gelangt. Am Dienstagvormittag (28. 4.) umwickelten Helfer den Wal zuerst mit Feuerwehrschläuchen. Danach gelang es einem Team aus zwanzig Personen, ihn durch Ziehen um ungefähr 180 Grad zu drehen. Nachdem noch Sand unter ihm weggespült worden war, schwamm der Wal durch eine in den letzten Tagen ausgebaggerte Rinne in den gefluteten Lastkahn, teilweise sogar ohne Unterstützung. Am Dienstagabend wurde der Kahn aus der Bucht gezogen. Er soll nun mithilfe eines Schleppers Richtung Nordsee fahren.

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Emotionen bei den Helfern: Buckelwal Timmy schwimmt in den Lastkahn.

An welcher Krankheit leidet der Wal? Und warum kam er überhaupt in die Ostsee? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Inhaltsverzeichnis

  • Was hat es mit der privaten Rettungsaktion auf sich?
  • Warum schwamm der Wal in die Ostsee?
  • Wie orientieren sich Buckelwale?
  • Ist der Wal krank?
  • Welche Rettungsmöglichkeiten gab es?

Was hat es mit der privaten Rettungsaktion auf sich?

Am Freitag (17. 4.) hat eine Rettungsaktion für den gestrandeten Buckelwal begonnen mit dem Ziel, den Wal aus der Bucht zu bekommen. Wissenschafter, Fachleute von Behörden sowie Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen waren sich nach umfassender Prüfung zuletzt einig, dass der Wal Ruhe brauche und weitere Eingriffe dem Tier massive Schäden zufügen würden. Der Buckelwal sei orientierungslos und so schwach und geschädigt, dass er die Reise in den Atlantik nicht schaffen werde.

Eine der Tierärztinnen, die für die Initiative den Wal betreut und äusserlich untersucht hat, erklärte dagegen, dass das Tier eine reelle Chance habe. Kritik von Wissenschaftern und anderen Fachleuten an der Aktion wies sie  zurück: «Diese Leute haben den Wal ja nicht gesehen. Wir haben ihn vor Ort gesehen.» Hinter dem Rettungsversuch stehen die Unternehmer Walter Gunz und Karin Walter-Mommert. Gunz gründete 1979 in München den Elektronikhandel Media Markt.

Das private Team wollte zuerst den Buckelwal mit einem Luftkissen anheben, um ihn ein Netz zu manövrieren. Dieses sollte dann an Pontons befestigt werden. Doch dieses Konzept scheiterte. Daraufhin hat das Team beschlossen, den Meeressäuger in einen gefluteten Lastkahn zu bringen. Das hat am Dienstagnachmittag tatsächlich geklappt. In diesem Wassertaxi soll der Wal in die Nordsee gefahren werden.

In den letzten Tagen wurde der Wal immer wieder mit nassen Tüchern bedeckt und seine entzündete Haut mit einer Zinksalbe behandelt.

Warum schwamm der Wal in die Ostsee?

Vermutlich ist der Wal bei seiner Wanderung schlicht falsch abgebogen. Denn Buckelwale bevorzugen eigentlich das offene Meer, wobei sie in allen Ozeanen weltweit vorkommen. Auf ihrem Weg in nördliche Gewässer bei Norwegen schwimmen sie auch durch die Nordsee. Hin und wieder kommt es vor, dass Buckelwale dabei in die Ostsee gelangen, etwa wenn sie Fischschwärmen folgen. Hier ist der Lebensraum durch das seichte Wasser mit niedrigem Salzgehalt für sie aber nicht ideal.

Seit Anfang März ist der Wal immer wieder an der Ostseeküste aufgetaucht. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Sicher ist: Der Wal hatte sich in einem Netz verfangen, Tierschützer haben Teile davon vom Tier entfernt. Der Wal ist also geschwächt. Manche Experten gehen davon aus, dass er bewusst das seichte Wasser aufsucht, weil er schlicht nicht mehr genug Kraft zum Schwimmen hat. Andere vermuten, dass er sich in den Untiefen der Ostsee verirrt hat.

Wie orientieren sich Buckelwale?

Buckelwale nutzen vermutlich das Magnetfeld der Erde und Meeresströmungen, um sich auf ihren Wanderungen zurechtzufinden. Damit unterscheiden sie sich von Zahnwalen wie Delfinen und den in der Ostsee heimischen Schweinswalen, die sich auf Echoortung verlassen. Forscher gehen aber davon aus, dass sich Buckelwale auch visuell orientieren: Sie achten auf den Sonnenstand und schwimmen auf Sicht. Im trüben Flachwasser der Ostsee ist das schwierig.

Ist der Wal krank?

Ja. Seine Haut ist von Pilzen besiedelt, entzündet und stellenweise aufgeplatzt. Das macht sie löchrig, so dass Viren und Bakterien aus dem Meerwasser eindringen können. Das kann zu schweren Infektionen führen. Unklar ist, ob der Wal schon mit verpilzter Haut in die Ostsee kam. Das tagelange Liegen im seichten Wasser, wo der Rücken Sonne und Wind ausgesetzt war, sowie der geringe Salzgehalt der Ostsee haben seinen Zustand verschlimmert.

Die Haut des Wals in der Ostsee ist sichtbar geschädigt.

Susanne Huebner / Imago

Möglicherweise ist seine Speiseröhre mit einem Seil verstopft, und er kann deshalb nicht mehr fresse

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